Die Sonne scheint in den Klassenraum. Es ist noch ruhig an der Bjørnholt-Schule, aber mit der Ruhe ist es gleich vorbei, wenn es losgeht mit Singen, Spiel und Bewegung. Wir besuchen einen Teil der Schule, der für Menschen mit Behinderungen besonders adaptiert ist.

Girl with disabilities lying on the floor smiling


“Eine Sekunde, ich hole die Schüler“,sagt  Eivind.

Er arbeitet als Lehrer in Bjørnholt, aber man könnte ihn auch mit einem Physiotherapeuten verwechseln. Wenn Eivind und sein Team die Schüler erst einmal beisammen haben, dauert es nicht mehr lange, bis sie in ihre Innowalks steigen können. Die Stimmung der Schüler ist gerade so, wie es an den meisten Schulen vorkommt: Schläfrig und etwas unmotiviert. Aber da kann Eivind helfen:

“Ok Leute, lasst uns ein bisschen Spaß haben!”

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Zwei Trainingseinheiten pro Tag

Die gute Laune ihres Lehrers steckt die drei Schüler an. Kaja ist eine von ihnen. Sie hat Zerebralparese und braucht Hilfe, um sich bewegen zu können. Eivind erzählt, dass sie seit eineinhalb Jahren im Innowalk trainiert und schon tolle Ergebnisse erzielt hat.

“Die erste Einheit dauert 45 Minuten, aber Kaja könnte auch den ganzen Tag trainieren. Sie ist ein richtiger Innowalk-Profi.”

Das Training zielt darauf ab, die Schüler unabhängiger zu machen und stark genug, um allein stehen und gehen zu können.

“Wir hatten eine Schülerin hier, die war tatsächlich schneller als der Innowalk. Als sie ihren Abschluss machte, konnte sie mit einem Rollator ohne Unterstützung gehen.”

Girl in assistive device. Dressed in pink playing with a toy.

Glückliche Eltern

Auch ihren Freunden und ihrer Familie ist aufgefallen, welche Fortschritte Kaja gemacht hat. Eivind erzählt uns, dass die Rückmeldungen von Kajas Mutter immer sehr positiv sind.

“Für Kaja ist es leichter geworden, am Alltagsleben teilzunehmen. Sie ist stärker geworden, wodurch es leichter ist, sie zu unterstützen, wenn sie zum Beispiel auf die Toilette muss.”

Menschen mit Behinderungen, die viel Zeit im Sitzen verbringen, werden häufig immer inaktiver. Das kann sich unter anderem negativ auf die Durchblutung und die Darmfunktion auswirken.

“Die Eltern erzählen uns oft, dass ihre Kinder auf dem Nachhauseweg glücklicher und zufriedener sind. Sie fühlen sich besser, auch wegen der besseren Verdauung.”

“Das könnten wir allein gar nicht erreichen.”

Während des Trainings erzählt Eivind, was der Innowalk alles bewirkt. Die Schüler haben unterschiedliche Behinderungen, und manchmal ist es schwer, sie zu heben und zu unterstützen. Ohne die Hilfsmittel mussten Eivind und die anderen Lehrer früher vieles selbst erledigen. Diese Zeit wünscht Eivind sich nicht zurück.

“Wir müssen die Schüler nicht mehr durch die Gegend tragen, das macht jetzt der Innowalk. Wir heben sie nur mit einem Lift hinein und heraus. Das ist wirklich eine große Entlastung.”

Mit dem des Innowalk können die Schüler eine repetitive geführte Schreitbewegung ausführen.

“Es ist so ähnlich wie ein Ergometer. Man muss sich bewegen, egal ob man behindert und heute gut drauf ist oder nicht. Das könnten wir allein gar nicht erreichen“, sagt der Lehrer.

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Erste Sitzung beendet

Heute muss Kaja um ihre Motivation kämpfen. Sie zieht mehrmals den Fuß aus dem Innowalk und wirft ihr Spielzeug auf den Boden. Sie machen eine Pause.

“Wollen wir ein bisschen Stretching machen, Kaja?”

Eivind hilft Kaja auf die Matte und fängt mit ein paar Dehnübungen an. Sie spannt ihre Muskeln immer so an, die werden dann total steif und verspannt.

Girl with disability doing stretching exercises with teacher.

“Sie ist sehr stark. Ihre Muskeln sind fast immer verspannt, also ist Stretching immer eine gute Idee.”

Eivind hilft Kaja bei den Dehnübungen und macht noch schnell ein bisschen Musik an. Aus den Boxen dröhnt eine Hardrock-Version von „Bob the Builder“, und die Schüler geraten außer Rand und Band. Ihr Enthusiasmus ist ansteckend, und schon rocken auch die Lehrer mit. Gleich ist Mittagspause, und die Stimmung ist super.

“Wir haben ja nachher noch eine Trainingseinheit. Wir trainieren dann meist mit Gehhilfen und Schlingen, das funktioniert gut in Kombination mit dem Innowalk.”

Auch wenn die Schüler sehr von den Hilfsmitteln profitieren betont Eivind, dass auch andere Aspekte eine wichtige Rolle spielen.

“Manche Eltern hängen sich richtig rein in das Training, aber man muss aufpassen, dass man es nicht übertreibt. Andere Sinneserfahrungen zu erleben ist auch sehr wichtig für die Schüler. Wir nehmen sie so oft wie möglich mit ins Freie.“


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Jens Kleine - Physiotherapeut - Product Specialist

Jens Kleine - Physiotherapeut - Product Specialist

Jens Kleine ist Physiotherapeut und verfügt über langjährige Vertriebserfahrung in verschiedenen europäischen Märkten für orthopädische Hilfsmittel. Besonders wichtig sind ihm die Bedürfnisse der Benutzer, und er setzt sich mit großem Engagement dafür ein, innovative Lösungen zu finden. Als Product Manager bei Made for Movement arbeitet Jens Büdenbender eng mit externen medizinischen Fachkräften, dem Vertriebsteam und unserem Team für Forschung und Entwicklung zusammen - immer auf der Suche nach Lösungen, die den Menschen Bewegung ermöglichen, die sie am meisten brauchen.