Stefanie (31) konnte sich weder bewegen noch kommunizieren und war mit der beängstigenden Aussicht konfrontiert, die Folgen einer schweren Hirnverletzung überwinden zu müssen. Umso überwältigter waren ihre Eltern, als sie die ersten Schritte gehen konnte, was maßgeblich dem Innowalk zu verdanken ist.

Stefanie Netherland_DE

Stefanie ist eine junge Frau, die im südlichen Teil der Niederlande lebt. Früher arbeitete sie als Office Managerin bei einer Filmproduktionsgesellschaft in Amsterdam und führte ein aktives Stadtleben.

Doch vor zwei Jahren veränderte ein Verkehrsunfall Stefanies Leben ins krasse Gegenteil. Sie erlitt eine schwere Kopfverletzung und kam ins Krankenhaus.

In den kommenden vier Monaten wurden bei ihr mehrere komplizierte Operationen durchgeführt.  Nachdem man sie für medizinisch stabil befunden hatte, wurde sie in ein Rehabilitationszentrum verlegt.

 

Nach Hause

Zu dieser Zeit wurde Stefanie über eine Sonde ernährt. Sie konnte einige Wörter sprechen, aber keine ganzen Sätze artikulieren. Was die Mobilität anging, so konnte sie im Bett liegen und in einem Rollstuhl mit zurückgeneigter Lehne sitzen. Für jeden Transfer wurde eine Lift benötigt, und ihre linke Körperhälfte schien besonders stark betroffen zu sein.

Nachdem mehrere Monate im Rehabilitationszentrum verstrichen waren, ohne dass Stefanie wesentliche Fortschritte gemacht hatte, beschlossen ihre Eltern, sie nach Hause zu holen. Sie zog in eine eigene Wohnung in der Nähe ihrer Eltern.

Zusammen mit drei Physiotherapeuten, einem Logopäden, einer Krankenschwester und einigen Mitgliedern der Familie wurde eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung für Stefanie organisiert. Ein von Dr. Henk Eilander entwickeltes und genau auf die Bedürfnisse von Stefanie zugeschnittenes Rehabilitationsprogramm wurde umgesetzt.

Zuerst sollte sie eine wichtige verlorene Fähigkeit zurückerlangen: ohne fremde Hilfe essen und trinken zu können. Nach einer Woche konzentrierten Trainings und intensiver Hilfestellung aß und trank Stefanie mit Unterstützung. Alle setzten sich besonders dafür ein, ihre linke Körperhälfte zu mobilisieren.  

Zurück ins Leben mit dem Innowalk

Stefanies Physiotherapeut hatte den Innowalk im Internet gefunden und organisierte zusammen mit ihren Eltern schnell eine Testphase. Schon bald darauf fand Stefanie sich im Innowalk wieder - zwei Monate nach Ihrer Rückkehr nach Hause zum ersten Mal wieder in aufrechter Haltung.

Die zweiwöchige Testphase reichte aus: Alle waren überzeugt, dass sie gefunden hatten, was für die nächste Phase der Rehabilitation nötig war.

Es folgte eine intensive Zeit mit vielseitigem Training: dynamisches Stehen in Innowalk, Radfahren im Sitzen, aktives Stehen im statischen Stehgestell, beidseitiges Armtraining, tägliche Aktivitäten und Schwimmen.

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Erste Schritte

Im Verlauf des sechsmonatigen Trainingsplans zeigte Stefanie eine fast schon unglaubliche Verbesserung ihrer Bewegungs- und Kommunikationsfähigkeit. Und tatsächlich, eines Tages:

KONNTE SIE DIE ERSTEN SCHRITTE GEHEN!

Für alle Beteiligten völlig überraschend stand Stefanie auf und ging ein paar Schritte vorwärts, zu beiden Seiten sicher gestützt von ihren Eltern.

Stefanie Mutter sagt dazu: „Wir sind davon überzeugt, dass der Innowalk einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat, dass Stefanie wieder auf die Beine gekommen ist.“

Eine Frage der Einstellung

Noch komplizierter wurde die Situation, weil Stefanie seit ihrem vierten Lebensjahr an Diabetes vom Typ 1 leidet. Schon vor dem Unfall war ihre Einstellung schwierig gewesen. Heute ist sie 24 Stunden am Tag davon abhängig, dass jemand ihren Blutzucker kontrolliert.

Unter diesen Umständen überrascht es nicht, dass Stefanies Genesung eine ganz besondere Freude für alle war, denen sie etwas bedeutet. Zum Glück macht ihr das Training Spaß, und ihre Eltern führen ihre tollen Fortschritte in der Reha nicht zuletzt auf ihre positive Einstellung zurück.

Stefanie Familie und Therapeuten glauben jetzt an die Kraft der Kreativität und der richtigen Einstellung. Sie haben selbst erlebt, wie viel sie entgegen allen Erwartungen bewirken können.

Stefanie hat das Schlimmste überstanden, und das Stehen und Gehen ist inzwischen fester Bestandteil ihrer Transferroutine. Den Lift braucht sie nicht mehr.

Vorteile des Innowalk

Stefanies Eltern und Therapeuten sind begeistert vom Innowalk und überzeugt, dass das Gerät einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat, ihr wieder auf die Beine zu helfen. Sie stellten bald fest, dass Stefanie es genoss, sich im Innowalk zu bewegen, und dass ihr das Sprechen beim Gehen leichter fiel. Irgendwie schien die Bewegung ihre Zunge zu lösen.

Die Armstangen wurden vom ersten Tag an in Gebrauch genommen. Zunächst brauchte die linke Hand noch fremde Unterstützung beim Zugreifen, aber nach ein paar Wochen nahm Stefanie die Sache im wahrsten Sinne des Wortes selbst in die Hand und positionierte die linke Hand mithilfe der rechten. Ihre Oberkörperstabilität verbesserte sich, und sie gewann an Muskelkraft in den Beinen.

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Mithilfe des Innowalk konnte Stefanie in eine dynamische stehende Haltung gebracht werden. Zu diesem Zeitpunkt war das ihre einzige Möglichkeit, stehend ihr eigenes Gewicht zu tragen.

Wir sind davon überzeugt, dass der Innowalk einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat, dass Stefanie wieder auf die Beine gekommen ist – Stefanies Mutter.

Heute

Gerade zwei Jahre nach dem schweren Unfall kann Stefanie mit Unterstützung auf ebenem Untergrund wieder gehen. Sie hat so viel Kontrolle wiedergewonnen, dass sie ohne fremde Hilfe auf einer Bank sitzen kann und auch nicht das Gleichgewicht verliert, wenn sie einen Ball wirft.

Sie kommuniziert in immer längeren Sätzen und setzt ihre linke Körperhälfte bei vielen Tätigkeiten mit ein.

Stefanie hat ihr Kurzzeitgedächtnis verloren, was im täglichen Leben eine Herausforderung ist. Sie ist rund um die Uhr auf Unterstützung angewiesen, aber sie und ihre Familie hoffen, dass sich auch dieser Bereich noch genauso verbessern wird, wie alles andere.

Fakten zum Schädel-Hirn-Trauma (TBI)

- Ein Schädel-Hirn-Trauma wird durch eine akute äußere Einwirkung verursacht.
- Der Glasgow Coma Score (GCS) ist ein 15-Punkte-Test, mit dem der Grad des      Bewusstseins eines Patienten beurteilt werden kann. Er wird auch verwendet, um die Verletzung als leicht, mäßig oder schwer zu klassifizieren.
- Bei einem leichten Schädel-Hirn-Trauma werden gewöhnlich Ruhe und Medikamente gegen Kopfschmerzen verordnet.
- Ein mäßiges bis schweres Schädel-Hirn-Trauma muss auf der Intensivstation in einem Krankenhaus behandelt werden.
- Die häufigste Ursache von Schädel-Hirnverletzungen sind Stürze, gefolgt von Verkehrsunfällen.
- Rehabilitationsziele nach einem Schädel-Hirn-Trauma:
Stabilisierung des Gesundheitszustands.
• Verhinderung sekundärer Komplikationen (Dekubitus, Lungenentzündung und Kontrakturen u.a.)
Wiederherstellung verlorener funktioneller Fähigkeiten, zum Beispiel Sitzen, Stehen, Gehen, Alltagsfertigkeiten und die Fähigkeit, zu schlucken und zu kommunizieren.
- Untersuchungen haben ergeben, dass eine möglichst frühe Mobilisierung nach Schädel-Hirn-Traumata den Krankenhausaufenthalt verkürzt, bessere funktionelle Ergebnisse liefert und Kontrakturen vermindern kann.
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Rikke Damkjær Moen - Physiotherapeutin – Medical Manager

Rikke Damkjær Moen - Physiotherapeutin – Medical Manager

Rikke Damkjær Moen bereichert das Made for Movement Team mit vielen Jahren Erfahrung als klinische Physiotherapeutin. Es ist ihre Mission, dafür zu sorgen, dass auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit erhalten, Freude und Gesundheit durch körperliche Aktivität zu erfahren. Als Medical Manager gibt Rikke Damkjær Moen ihr Wissen über die Lösungen von Made vor Movement gern weiter, damit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, ihre Familien und Behandler die Möglichkeiten kennenlernen.