Selma kann mit dem Innowalk und einigen Anpassungen trotz verschiedener Probleme ein aktives und erfülltes Leben führen.

 

Selma ist ein zufriedenes zehnjähriges Mädchen mit Rett-Syndrom. Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter, ihrem Vater und zwei Geschwistern im Alter von 7 und 13 Jahren. Manche Geschwister müssen sich ein Zimmer teilen, aber Selma hat ihr eigenes kleines Reich, das für ihre Bedürfnisse speziell angepasst ist. Dort gibt es genügend Platz, um verschiedene Hilfsmittel zu benutzen, ein speziell angepasstes Badezimmer und Fenster, die bis zum Fußboden reichen, damit Selma hinausschauen kann, wenn sie auf dem Bauch liegt.

Was ist das Rett-Syndrom?

Viele haben sicher noch nie etwas vom Rett-Syndrom gehört, deshalb erklären wir es kurz. Das Syndrom wird bei Kindern meist im Alter von etwa sechs Monaten festgestellt. Die Entwicklung des Kindes verlangsamt sich oder stagniert sogar. Die Schwere der Erkrankung ist von Mensch zu Mensch verschieden, aber als Symptome treten häufig eine verzögerte Entwicklung des Gehirns, Probleme mit der Kommunikations-, Koordinations- und Bewegungsfähigkeit, Atembeschwerden und Reizbarkeit auf. Das Syndrom tritt häufiger bei Mädchen und nur selten bei Jungen auf.

Das Rett-Syndrome kann viele Probleme mit sich bringen. Geeignete Anpassungen sind wichtig, um trotzdem ein erfülltes Leben zu ermöglichen. Selma ist dafür ein Paradebeispiel.


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Training im Innowalk

Selma nutzt den Innowalk, seit sie zwei Jahre alt ist. Kennengelernt hat Selma die Gehhilfe bei einer Rehabilitationsmaßnahme. Ziel war damals, das Stehen mit Unterstützung zu lernen und auszuloten, ob Selma auch das Gehen würde erlernen können. Heute kann Selma allein sitzen und stehen und sogar kurze Strecken gehen, wenn sie von einem Erwachsenen unterstützt und geführt wird. Selma nutzt ihre Fähigkeiten, um sich im Haus zu bewegen, und beim Anziehen.

Ihre Mutter erzählt:

„Wenn Selma müde ist oder ohne ersichtlichen Grund schlechte Laune hat, lassen wir deshalb das Training nicht ausfallen. Ganz im Gegenteil - es ist gut für sie, sich im Innowalk zu bewegen, denn ihr Körper reagiert oft positiv auf die Aktivität. Damit kann ich etwas anfangen. Ich fühle mich nach so einem Durchgang immer ganz gut.“

Selma trainiert an vier Tagen in der Woche im Innowalk, davon zweimal mit ihrem persönlichen Assistenten. Einmal die Woche geht sie zum Schwimmen und zum therapeutischen Reiten. Wie viele andere Mädchen liebt Selma Pferde und reitet gern, wodurch sich auch ihr Gleichgewicht im Sitzen verbessert hat.


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Was hat Selma erreicht?

Als Selma noch klein war, ging es ihr plötzlich sehr schlecht, und am Ende musste sie mit einer Verstopfung ins Krankenhaus. Ihre Eltern holten sie jeden Tag nach Hause, damit sie im Innowalk gehen konnte. Das hat damals gut geholfen. Zu den positiven Wirkungen des Trainings im Innowalk gehört häufig eine Verbesserung der Funktion des Verdauungssystems. Was Selma noch erreicht hat:

  • Mehr Stabilität und Kraft
  • Erhaltung der Grobmotorik
  • Prävention von Kontrakturen und Fehlhaltungen

Und zu guter Letzt ist sie durch das Training häufiger aktiv. Die meisten Familien mit Kindern würden wahrscheinlich sagen, dass dies der wichtigste Erfolg ist.

Aktivitätenleitfaden für kinder mit behinderungn

Rikke Damkjær Moen - Physiotherapeutin – Medical Manager

Rikke Damkjær Moen - Physiotherapeutin – Medical Manager

Rikke Damkjær Moen bereichert das Made for Movement Team mit vielen Jahren Erfahrung als klinische Physiotherapeutin. Es ist ihre Mission, dafür zu sorgen, dass auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit erhalten, Freude und Gesundheit durch körperliche Aktivität zu erfahren. Als Medical Manager gibt Rikke Damkjær Moen ihr Wissen über die Lösungen von Made vor Movement gern weiter, damit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, ihre Familien und Behandler die Möglichkeiten kennenlernen.