Anke Trinkner hat seit 22 Jahren eine eigene Ergotherapie-Praxis in Besigheim. Zusammen mit fünf Mitarbeiterinnen behandelt und unterstützt sie Patienten dabei, ihre Handlungsfähigkeit im Alltag zu erhalten und zu verbessern.  

Therapieziele sind die Verbesserung der Bewegungskoordination des ganzen Körpers, Gleichgewichts-Stabilisierung, Verbesserung der Tonus-Regulation oder die Besserung der motorischen und kognitiven Fähigkeiten wie zum Beispiel Wachheit, Aufmerksamkeit, Konzentration, Ausdauer, Handlungsplanung, Umsetzungsfähigkeit und andere Fähigkeiten. 

Anke Trinkner
Frau Trinkner hat sich Mitte 2019 für die Anschaffung eines Innowalk Pro, ein innovativer Ganzkörper-Bewegungstrainer, entschieden und hat diesen nun seit September 2019 in ihrer Praxis im Einsatz.  

Entdeckt hat sie das Gerät zum ersten Mal auf der Therapie Messe in Leipzig Anfang 2016. Beim berufsgenossenschaftlichen Symposium in Ludwigshafen wurde sie erneut auf den Innowalk Pro aufmerksam. 

Damals trainierte ein Patient mit schweren Beeinträchtigungen im Innowalk Pro. Dies hat ihr gezeigt, dass das Gerät auch für die Therapie von Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen zum Einsatz kommen kann. 

Warum hat sich Frau Trinkner für den Innowalk Pro, ein Ganzkörper-Bewegungstrainer entschieden? 

In der Ergotherapie-Praxis von Frau Trinkner haben unter anderem mehrere schwerverletzte Sportler, einer davon mit einer kompletten Querschnitt-Verletzung, angefragt, die wieder zurück ins aktive Leben wollten, sie wollten wieder gehen können. Sportler haben ihren eigenen Ehrgeiz, sie wollen intensiv trainieren und schnell Fortschritte erzielen. Diese Möglichkeit gab es bis dato im Umkreis der Praxis nicht. „Gehen und Stehen können ist im Praxisalltag für alle betroffenen Patienten das erstbenannte und wichtigste Ziel,“ erklärt Frau Trinkner. 

Der Entscheidungsprozess für den Innowalk Pro,

Da sich immer mehr Patienten für diesen Bereich interessierten und die Anfragen stiegen, entschied sich Frau Trinkner als Ergotherapeutin mit ihrer Praxis in diese neue Richtung zu gehen. Zumal aus ihrer Sicht die bisherigen Therapien für diese Patienten nicht zufriedenstellen waren oder eine grundlegende Verbesserung brachten. 

Während des Entscheidungsprozesses für ein motorgestütztes Therapiegerät hat sie sich dennoch bewusst Zeit gelassen und verschiedene Geräte ausprobiert. Diese hat sich Frau Trinkner von den Herstellern für 2 - 6 Monate ausgeliehen und intensiv mit den immer gleichen Patienten getestet. Sie suchte nach einem Gerät, das kompakt, mit einem hohen Aufforderungscharakter sowie erfolgsversprechend und auch für die Patienten interessant war. Es sollte die intrinsische Motivation der Patienten ansprechen und mit Spaß und Erfolg den Ehrgeiz steigern, so dass diese motiviert sind zu trainieren und Erfolge erzielen. 

Über zweieinhalb Jahre hatte Frau Trinkner verschiedene Geräte in der Ergotherapie-Praxis. Zu Herstellern, die keine Geräte zum Testen zur Verfügung stellen konnten, ist sie zusammen mit Patienten zum Testen und Trainieren gefahren. Somit hatte sie letztendlich einen kompletten Vergleich aller Geräte am Markt. 

„Bei einer Anschaffung dieser Größenordnung, sowohl räumlicher wie auch finanzieller Art, wollte ich sicher gehen, das bestmöglichste Gerät für den Erfolg und die Motivation der Patienten sowie mit einfacher und schneller Handhabung für meine Therapeuten zu erwerben.  

Die unterschiedlichen Geräte wurden von Patienten mit komplettem Querschnitt, apallischem Syndrom, Hemiparese, MS, Parkinson und einer Tumorerkrankung erprobt. Bei allen lag eine schwere Beeinträchtigung des Gehens oder Stehens vor oder war komplett unmöglich. 

Dadurch war ein direkter Vergleich hinsichtlich Erfolgsversprechen, Handhabung und Umsetzung, Aufforderungscharakter, Zielführung sowie Motivationsbildung möglich. Ich wollte sicher gehen, mich für ein modernes, zukunftsorientiertes, langlebiges, gut adaptierbares und vielseitiges Gerät mit integrierter künstlicher Intelligenz zu entscheiden und meinen Patienten zur Verfügung zu stellen. Durch die Erprobung mit den Patienten habe ich direktes Feedback erhalten und konnte den Erfolg der Geräte im unmittelbaren Vergleich mit allen Vor- und Nachteilen beurteilen“, beschreibt Frau Trinkner den langen Entscheidungsprozess.  

„Meine Patienten schätzen am Innowalk Pro besonders, dass sie wieder auf eigenen Beinen stehen können, während sie in anderen Geräten nur in einem Gurt hängen“, erläutert Frau Trinkner, „in der Testphase haben mir alle fünf Patienten die Rückmeldung gegeben, dass sie jetzt das Gefühl haben, wieder auf ihren Beinen zu stehen.“ Mit diesen eindeutigen Bewertungen fiel dann auch die Entscheidung zu Gunsten des Innowalk Pro. 

Wir können die hohe Nachfrage nach Trainingsstunden kaum decken 

„Ich kann wirklich sagen, dass alle von dieser Anschaffung profitieren. Erstens ich als Praxisinhaberin, denn ich kann den Anspruch als freie Praxis gegenüber den Krankenkassen, den Ärzten und auch den Patienten halten. Zweitens kann ich damit gut neue Mitarbeiter gewinnen, für die es ein komplett neues, interessantes und vor allem motivierendes Betätigungsfeld ist.
Mit dem Innowalk Pro kann man schnell Erfolge mit den Patienten erzielen, auch dann, wenn von Seiten der Ärzte nur wenig Aussicht auf Erfolg attestiert wurde. Und drittens ist es auch die Patienten motivierend. Sie stehen wieder auf eigenen Beinen und sind auf Augenhöhe. Eine ermutigende Perspektive, wenn man sonst nur sitzen oder liegen kann.
 

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Außerdem habe wir in der Praxis durch den Innowalk Pro sehr viele neue Patientenanfragen,“ freut sich Frau Trinkner. „Es hat sich herumgesprochen, dass wir dieses Trainingsgerät haben. Gerade aus Sportlerkreisen, die alle über die Sozialen Medien eng vernetzt sind, kommen viele neue Anfragen. Dazu kommen auch Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma, Multiples Sklerose, Apoplex oder Parkinson, die zum Teil auch in Selbsthilfegruppen organisiert sind. Auch dort wird auf den Innowalk Pro aufmerksam gemacht. Für uns als Ergotherapeuten kamen damit neue, spannende und interessante Aufgabenfelder hinzu.“ 

Mit dem erweiterten Patientenkreis konnten wir einen Therapeuten einstellen,
was zu einem höheren Praxisumsatz und höherem Durchlauf führte.

Welche Erleichterung bringt der Innowalk Pro für Therapeuten? 

Mit dem Innowalk Pro ist eine deutlich höhere Schritt-Wiederholungszahl möglich als dies ein Ergotherapeut mit einem Patienten leisten könnte. Patienten ermüden und der Therapeut muss selbst immer mehr Kraft aufwenden, um dies auszugleichen. Diese Aufgabe übernimmt nun der Ganzkörper-Bewegungstrainer. Eine eingebaute Automatik erkennt, wann ein Patient Unterstützung benötigt und schaltet diese automatisch zu. 

Bei der ersten Therapiestunden vermisst der Ergotherapeut, in einfachen und wenigen Schritten, den Patienten, hält die Daten fest und stellt dann den Innowalk Pro passend ein. Anschließend kann der Patient trainieren und der Therapeut greift haltungskorrigierend oder durch Gewichtsverlagerungen ein, passt die Geschwindigkeit an oder spornt den Patienten an schneller in die Pedale zu treten. Durch den Ganzkörper-Bewegungstrainer wird das Therapieziel leichter und schneller erreicht. Daher motiviert das Gerät Patient und Therapeut gleichermaßen.

Die Ergotherapeuten arbeiten gerne mit dem Ganzkörper-Bewegungstrainer 

Die Motivation der Patienten erhöht sich nach kurzer Zeit unheimlich und dies überträgt sich auch auf die Therapeuten. Den Patienten bedeutet es viel, dass sie wieder auf ihren Beinen stehen können. Insbesondere, wenn sie sich lange nicht mehr im Stehen erleben konnten oder ihre Beine so nicht mehr gesehen haben, im Innowalk Pro übernehmen diese wieder Verantwortung. Der Patient sieht Fortschritte, er trainiert viel und hart, und dennoch ist es für den Therapeuten entlastend.  

Was sind die Vorteile dieses Ganzkörper-Bewegungstrainers? 

Frau Trinkner stellt die einfache Handhabung heraus. Das Gerät kann alleine durch einen Mitarbeiter in kurzer Zeit auf Patienten mit verschiedenen Beeinträchtigungen eingestellt werden, auch alle Anbauteile können durch eine Person angebracht oder auch abgenommen werden. Bei anderen Geräten, die sie getestet hatte, benötigten man oft zwei Mitarbeiter. Die kurze Transfer- und Rüstzeit mit maximal 5 Minuten ist daher ein weiterer Vorteil.   

Das Gerät ist flexibel einsetzbar und gut kompatibel für zusätzliche Aufgabenstellungen sowie für Übungen motorischer und kognitiver Art. Die sensibel und flexibel einstellbare Spastik-Erkennung hilft den Therapeuten die Patienten vor Verletzungen oder Komplikationen zu schützen.   

Mit seinem kompakten und stabilen Design benötigt der Innowalk Pro nur wenig Standfläche und ist auch leicht zu transportieren und kann bei Bedarf in einen anderen Raum gebracht werden.   

Die Ergotherapie-Praxis ist attraktiver für neue Mitarbeiter 

Zum einen ist es ein spannendes Aufgabengebiet für jeden Therapeuten mit technischen Hilfsmitteln eine Therapie umzusetzen. Die Effektivität beim Training wird grundlegend erhöht. Und zum anderen entlastet der Innowalk Pro deutlich die körperliche Belastung der Mitarbeiter.   

Wie machen Sie auf den Innowalk Pro aufmerksam 

„Wir müssen gar keine Werbung machen“, erzählt Frau Trinkner begeistert, „es hat sich so schnell herumgesprochen durch die Ärzte, die Behindertenverbände und die Selbsthilfegruppen von Multiples Sklerose-, Parkinson-, Tumor- und Schlaganfall-Patienten. Inzwischen haben wir mehr Nachfrage, als wir mit einem Gerät leisten können.“   

Welche Therapien werden mit dem Innowalk Pro durchgeführt? 

Der Innowalk Pro wird im Rahmen von Steh- und Gehtraining, Koordinations- und Tonus-Regulation, Gleichgewichtstraining und auch zur muskulären Stabilisation eingesetzt. Ferner um die Beweglichkeit zu fördern, zur Sturzprophylaxe und auch zum Antrainieren eines physiologischen Bewegungsablaufs beim Gehen. Mit dem Ganzkörper-Bewegungstrainer können viele neurologische und orthopädische Erkrankungen therapiert werden.   

Kann das Training im Innowalk Pro verordnet werden? 

Das Training im Innowalk Pro wird entweder per Rezept vorordnet oder die Patienten bezahlen die Therapie selbst. 

Die Patienten freuen sich auf das Training im Innowalk Pro

Anfangs sind die Patienten manchmal skeptisch. Viele sind jahrelang nicht mehr gestanden und sollen sich nun auf die Technik und die Halterungen des Gerätes verlassen. Doch spätestens ab der zweiten Therapieeinheit, sobald die Patienten alles kennen, haben sie Sicherheit und freuen sich auf das Training. Sehr positiv bewertet Frau Trinkner auch, dass die Patienten bereit sind, länger zu trainieren. Oft möchten sie freiwillig weiter machen. Die bestätigt auch Daniel Zabielski, ein Patient von ihr: - Mir macht es viel Spaß im Innowalk Pro zu trainieren. Ich habe das Gefühl, dass beide Beine wieder aktiv sind und vollen Einsatz zeigen können. Ich komme gerne zur Therapiestunde.   

- Ganz im Gegensatz zu sonst. In der Regel sind Patienten eher erschöpft oder auch mal genervt, wenn es sich um anstrengende Übungen handelt. Manchmal sind sie auch traurig, enttäuscht und frustriert über ihre eigene fehlende Leistungsfähigkeit, doch mit dem Innowalk Pro ist das nicht der Fall“, freut sich Frau Trinkner über den Erfolg des Geräts. „Die Patienten zeigen Glücksgefühle und viele positive Glücksmomente.“   

Die neuen Geräte EMA® by EzyGain und Kforce Plates

„Diese Geräte wurden mir auch vorgestellt. Ich finde sie sehr interessant und spannend, auch sehr gut als Ergänzung für meine neurologischen Patienten. Ich kann damit sehr viele Patienten ansprechen. Sowohl EMA® by EzyGain als auch die Kforce Plates fördern die den Antrieb der Patienten, auch jene, die bisher erfahren mussten, dass sie nur wenig können und zum Teil auch schon in einer depressiven Phase stecken, haben nun wieder ein Ziel, das sie erreichen können und auch wollen. Außerdem bringen alle Geräte einen hohen Spaßfaktor mit, das motiviert zusätzlich. Denn was Spaß macht, macht man auch gerne“, schließt Frau Trinkner lachend das Interview ab. 

Frau Trinkner, wir danken ganz herzlich für dieses Interview. 

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Jens Kleine - Physiotherapeut - Product Specialist

Jens Kleine - Physiotherapeut - Product Specialist

Jens Kleine ist Physiotherapeut und verfügt über langjährige Vertriebserfahrung in verschiedenen europäischen Märkten für orthopädische Hilfsmittel. Besonders wichtig sind ihm die Bedürfnisse der Benutzer, und er setzt sich mit großem Engagement dafür ein, innovative Lösungen zu finden. Als Product Manager bei Made for Movement arbeitet Jens Kleine eng mit externen medizinischen Fachkräften, dem Vertriebsteam und unserem Team für Forschung und Entwicklung zusammen - immer auf der Suche nach Lösungen, die den Menschen Bewegung ermöglichen, die sie am meisten brauchen.