Wenn Sie auf der Suche nach dem richtigen Hilfsmittel für Ihr Kind sind, haben Sie wahrscheinlich viele Fragen. Wir haben die am häufigsten gestellten Fragen für Sie zusammengestellt, um Ihnen bei der Entscheidungsfindung zu helfen.

  1. Für wen ist der Hibbot besonders geeignet?
  2. Welche Verbesserungen bringt der Hibbot für mein Kind?
  3. Ab welchem Alter kann man den Hibbot nutzen?
  4. Wie groß und wie schwer sollte ein Kind höchstens sein, um den Hibbot nutzen zu können?
  5. Was unterscheidet den Hibbot von anderen Gehhilfen?
  6. Was kann ich tun, damit das Training mit dem Hibbot für mein Kind ein motivierendes und positives Erlebnis ist?
  7. Kann mein Kind mit dem Hibbot umfallen?
  8. Was macht den Hibbot so einzigartig?
  9. Wie hoch ist der Service-Aufwand des Hibbot?
  10. Wie kann ich den Hibbot erwerben? Kann ich Fördermittel oder finanzielle Unterstützung beantragen?


1. Für wen ist der Hibbot besonders geeignet?

Der Gehtrainer Hibbot ist geeignet für Kinder mit Behinderungen, die jedoch das Leistungsvermögen haben, mit einer Handlaufhilfe oder sogar selbständig zu laufen. Dies können Kinder mit Zerebralparese GMFCS Level II-III oder anderen neurologischen Störungen mit vergleichbarem GMFCS-Level sein. Der Hibbot ist gut geeignet, wenn ein Kind mit manueller Unterstützung des Beckens stehen und/oder gehen kann. Es dürfen keine Fehlbildungen vorliegen, und das Kind sollte Spaß an Steh- und Gehbewegungen haben.

2. Welche Verbesserungen bringt der Hibbot für mein Kind?

Der Hibbot bietet ein hochintensives Gehtraining für Kinder, die das Potenzial haben, selbständig oder mit einer Handlaufhilfe gehen zu können. Im Gegensatz zu anderen Gehhilfen gleicht der Hibbot die Becken- und Rumpfinstabilität mit der benötigten Unterstützung für das einzelne Kind aus. Das Gerät stimuliert die Aktivität der Gesäßstreckmuskulatur und fördert eine korrekte Haltung und das Gleichgewichtsgefühl, die Voraussetzung für eine optimale Gehfähigkeit. Der Hibbot simuliert das praktische Gehtraining der Physiotherapeuten und schließt damit eine Lücke zwischen Therapie und dem Alltag zu Hause. 

3. Ab welchem Alter kann man den Hibbot nutzen?

Der Hibbot ist ein Gehtrainer, der die Teilnahme an alltäglichen Aktivitäten erleichtert. Wir empfehlen, schon im Alter von 11 bis 13 Monaten mit dem Stehtraining anzufangen. In diesem Alter unternehmen die meisten Kinder erste Stehversuche. Der Hibbot repliziert physiotherapeutische Übungen, die das Becken stützen. Er bietet genau das richtige Maß an Unterstützung, damit das Kind gerade und aufrecht stehen kann. Der Hibbot aktiviert die Streckmuskulatur, fördert eine korrekte Haltung und das Gleichgewichtsgefühl – all dies sind Voraussetzungen für eine optimale und funktionelle Bewegungsfähigkeit. Wenn die Kinder kräftig genug sind, um ohne fremde Hilfe im Hibbot zu stehen, können sie mit dem Gehen anfangen.

Weiterlesen: Erfahrungen einer Physiotherapeutin mit dem neuen Hibbot im Kindergarten.

4. Wie groß und wie schwer sollte ein Kind höchstens sein, um den Hibbot nutzen zu können?

Der Hibbot kann von Kindern mit einer Größe von 80 bis 125 Zentimetern und einem Gewicht von höchstens 30 Kilogramm genutzt werden. Wenn das Kind wächst, müssen nur das Stützsystem und die Räder ausgetauscht werden, die in vier Größen verfügbar sind.

5. Was unterscheidet den Hibbot von anderen Gehhilfen?

Es gibt vier wesentliche Unterschiede: 

  1. Der Hibbot besitzt ein Becken-Stützsystem, ähnlich der therapeutischen Unterstützung, das Stehen ermöglicht.  
  2. Das Kind muss sich nicht wie bei anderen Gehhilfen am Gerät abstützen – es kann also freihändig gehen. 
  3. So wird einer gebeugten Haltung vorgebeugt und das Kind dazu angeregt, die Streckmuskulatur und den Gleichgewichtssinn zu trainieren. 
  4. Durch kleine Anpassungen am Hibbot lässt sich exakt einstellen, wie viel Unterstützung das Kind bekommt – je nach motorischem Entwicklungsstand.

6. Was kann ich tun, damit das Training mit dem Hibbot für mein Kind ein motivierendes und positives Erlebnis ist?

Der Hibbot soll bei alltäglichen Aktivitäten zum Einsatz kommen, also zuhause, im Kindergarten oder draußen im Freien. Wir empfehlen Ihnen, das Steh- und Gehtraining für ihr Kind mit funktionalen und altersgerechten Aktivitäten zu verbinden. Sie können zum Beispiel Mittagessen in einer Spielküche kochen oder im Kaufmannsladen einkaufen, einen Wagen schieben oder das Kind mit Freunden Fußball spielen lassen. Kinder lieben solche Spiele. Bei all diesen Aktivitäten kann das Kind sich auf die Bewegung und das Spielen mit Gleichaltrigen konzentrieren und gleichzeitig das Stehen und Gehen üben. So bekommt das Training für das Kind einen Sinn.

Wir haben für Sie einen Leitfaden für Aktivitäten mit dem Hibbot zusammengestellt.

7. Kann mein Kind mit dem Hibbot umfallen?

Am Hibbot sind zwei lange Stangen befestigt, die Sturzsicherungen. Die Sturzsicherungen werden so eingestellt, dass sie sich etwa 5 bis 10 Zentimeter über dem Boden befinden. Wenn das Kind das Gleichgewicht verliert und nach vorn oder zur Seite kippt, erreichen die Sturzsicherungen den Boden und verhindern, dass das Kind stürzt.

Darüber hinaus verfügt der Hibbot über einen Spurhalteassistenten, der ein- oder ausgeschaltet werden kann, um das Gleichgewicht zu unterstützen. Wenn das Kind sich zu einer Seite lehnt, bewegt der Spurhalteassistent den Hibbot zurück in die Mitte, und das Kind geht weiter geradeaus. Dank der Sturzsicherung und des Spurhalteassistenten kann das Kind mit dem Hibbot sicher an seinem Gleichgewicht arbeiten.

8. Was macht den Hibbot so einzigartig?

Auch wenn der Hibbot auf den ersten Blick recht einfach aussieht, handelt es sich um ein innovatives und intelligentes Gerät, in dem modernste Technologien zum Einsatz kommen. Die größte Herausforderung bei der Entwicklung von Robotern waren immer die Hände. Der Hibbot empfindet alle Bewegungen der Hände nach, die das Kind beim Gehen stützen. Der Hibbot lässt sich intelligent einstellen, damit das Kind immer das richtige Maß an Unterstützung erhält, um sich weiterzuentwickeln. Dies und seine Benutzerfreundlichkeit machen den Hibbot so einzigartig.

Weiterlesen: Wie ist der Hibbot entstanden?

9. Wie hoch ist der Service-Aufwand des Hibbot?

Unsere hochqualifizierten Fachberater coachen Einzelpersonen, beraten und motivieren Nutzer, Pflegekräfte und Therapeuten.

Gleich zu Beginn passt unser Berater das Gerät an die spezifischen Bedürfnisse des Kindes an.
Anschließend weisen wir den leitenden Therapeuten ein, wie er kleine, regelmäßige Anpassungen vornehmen kann. Dadurch wird sichergestellt, dass das Gerät immer richtig eingestellt ist - ob das Kind wächst oder seine motorischen Funktionen Fortschritte machen. 

Der Hibbot ist ein individueller Gehtrainer und sollte daher nur einen Nutzer haben. 

10. Wie kann ich den Hibbot erwerben? Kann ich Fördermittel oder finanzielle Unterstützung beantragen?

Die Regelungen für die Kostenerstattung beim Kauf von Hilfsmitteln sind von Land zu Land unterschiedlich. Wir empfehlen daher, dass Sie zunächst die Betreuer von Made for Movement vor Ort kontaktieren. Wenn wir in Ihrem Land nicht vertreten sind, kontaktieren Sie gern die Hauptniederlassung in Norwegen. 

Hibbot

Rikke Damkjær Moen - Physiotherapeutin – Medical Manager

Rikke Damkjær Moen - Physiotherapeutin – Medical Manager

Rikke Damkjær Moen bereichert das Made for Movement Team mit vielen Jahren Erfahrung als klinische Physiotherapeutin. Es ist ihre Mission, dafür zu sorgen, dass auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit erhalten, Freude und Gesundheit durch körperliche Aktivität zu erfahren. Als Medical Manager gibt Rikke Damkjær Moen ihr Wissen über die Lösungen von Made vor Movement gern weiter, damit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, ihre Familien und Behandler die Möglichkeiten kennenlernen.