Wie können Sie Ihrem Teenager den Übergang ins Gesundheitssystem für Erwachsene erleichtern?

Rikke Damkjær Moen - Physiotherapeutin – Medical Manager, 10.10.2018

Menschen, die ein Leben lang von Gesundheitsleistungen abhängig sind, erreichen meist irgendwann den Punkt, an dem sie aus der Pädiatrie in die Erwachsenenmedizin wechseln. Dieser Übergang gestaltet sich leider in vielen Fällen schwierig. Aber viele Übergangsprobleme lassen sich vermeiden.

How Can You Help Your Child Transition to Adult Healthcare?

 

Was sind die Konsequenzen eines schlecht unterstützten Übergangs?

Bei manchen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen stellen die Eltern die einzige Verbindung zum Gesundheitssystem dar. Sie kümmern sich um Termine mit Ärzten, Physiotherapeuten, Logopäden und anderen Anbietern von Gesundheitsleistungen.

Fachkräfte kennen diese Problematik gut. Und je mehr Jugendliche mit chronischen Erkrankungen das Erwachsenenalter erreichen, desto stärker wird ihnen bewusst, was der Übergang von der pädiatrischen Gesundheitsversorgung ins „Erwachsenen-Gesundheitssystem“ allen Beteiligten abverlangt. Wie die betroffene Person selbst den Übergang erlebt, kann sich später sehr stark auf die Lebensqualität als Erwachsener auswirken. Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass ein nicht geplanter und schlecht unterstützter Übergang ins Erwachsenen-Gesundheitswesen Konsequenzen haben kann:


  • Schlechter Gesundheitszustand
  • Teure Krankenhausaufenthalte
  • Benachteiligung im Gesundheitswesen
  • Fehlzeiten in der Schule oder bei der Arbeit
  • Größeres Risiko für gesundheitsschädliches Verhalten

Was kann man für einen gelungenen Übergang tun?

Es gibt vieles, das Sie tun können, um für einen gelungenen Übergang zu sorgen. Sie können zum Beispiel rechtzeitig mit den Vorbereitungen beginnen. Tatsächlich sollen Teenager schon im Alter von 14 Jahren damit anfangen, sich um sich selbst zu kümmern. Von da an sollten sie allmählich immer mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen, je älter sie werden. Das sollten auch die Gesundheitsanbieter im Auge behalten und die Jugendlichen und ihre Eltern in diesem Prozess kontinuierlich fördern und unterstützen.

Außer bei medizinischen Fachkräften finden Eltern auch im Internet Unterstützung und Hilfe von verschiedenen Anbietern. CanChild hat zum Beispiel speziell für Eltern von Kindern mit Behinderungen das Tool Youth KIT entwickelt. Das Tool kann von Jugendlichen verwendet werden, um ihre Informationen auf dem Weg ins Erwachsensein zu verwalten. Es gibt von CanChild auch die App MyTransition, die Jugendlichen hilft, sich besser auf den Übergang ins Erwachsenen-Gesundheitssystem vorzubereiten. In MyTransition können Nutzer ihre Fortschritte nachvollziehen, alle Kontakte an einem Ort verwalten und die Kommunikation mit ihrem Gesundheitsteam verbessern. Die App speichert auch den medizinischen Verlauf und wichtige Informationen wie die Medikation.

Wenn Sie mehr Informationen zu diesem Thema wünschen, empfehlen wir diesen Link: CanChild’s five tips for transitioning to an adult doctor.


Hier erfahren Sie, wie der Wechsel zu einem Arzt für Erwachsene für Shane funktioniert hat (Quelle: CanChild)

The Doctor Switch- Shane's Story von CanChild beiVimeo.

Gratis-Poster Aktives Stehen

 

Quelle

https://www.canchild.ca/en/resources/266-letting-go-at-least-a-little-bit

https://www.canchild.ca/en/research-in-practice/the-kit-keeping-it-together

Nguyen, T., Henderson, D., Stewart, D., Hlyva, O., Punthakee Z. & Gorter J.W. (2016) You never transition alone! Exploring the experieces of youth with chronic health conditions, parents and healthcare providers on self-management. Child: Care, Health and Development, 42, 4, 464-472.

Gorter, J.W., Stewart, D. & Woodbury-Smith, M. (2011) Youth in transition: care, health and development. Child: Care, Health and Development, 37, 757-763.

Notes from presentation of Gorter, J.W. at CP-fagdag Oslo 18.04.18

Rikke Damkjær Moen - Physiotherapeutin – Medical Manager
Rikke Damkjær Moen bereichert das Made for Movement Team mit vielen Jahren Erfahrung als klinische Physiotherapeutin. Es ist ihre Mission, dafür zu sorgen, dass auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit erhalten, Freude und Gesundheit durch körperliche Aktivität zu erfahren. Als Medical Manager gibt Rikke Damkjær Moen ihr Wissen über die Lösungen von Made vor Movement gern weiter, damit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, ihre Familien und Behandler die Möglichkeiten kennenlernen.

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