Alizas Mutter, Elham, erzählt uns, wie der Xplore ihr Kind in der Entwicklung motorischer Fähigkeiten unterstützt. Aliza, geboren als Extrem-Frühchen, ist heute ein fröhliches, aktives Kind, das gerne mit anderen Kindern spielt und unterwegs ist. Mit dem Xplore hat sie nun noch mehr Möglichkeiten auf Augenhöhe an Aktivitäten teilzunehmen

Was charakterisiert Ihr Kind? 

 “Aliza ist ein total fröhliches Kind”, strahlt ihre Mutter. „Sie ist immer sehr motiviert, interessiert an allem und will auch immer überall mitmischen. In ihren Möglichkeiten versucht sie immer überall dabei zu sein. Geboren wurde Aliza am 13.11. 2012 als ein Extrem-Frühchen in der 23. Schwangerschaftswoche. Zuerst dachten wir, gut, sie muss ein bisschen im Krankenhaus bleiben, doch dann waren es sieben Monate. Schnell wurde klar, dass sie sich verzögert entwickeln wird. So konnte sie zum Beispiel erst mit zwei Jahren robben und das blieb auch so bis sie vier Jahre alt war.” 

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Wie haben Sie reagiert, als die Diagnose bei Ihrem Kind gestellt wurde? 

 „Erstmal habe ich - haben wir einfach nur funktioniert. Aliza ist ja ein Zwilling und die beiden waren unsere Erstgeborenen.
Wir konnten uns am Anfang auch gar nicht so recht vorstellen, was da passiert. Die Diagnose haben wir erst später verarbeitet bzw. realisiert. Dass die Geschwister Schwierigkeiten haben und Behinderungen ausprägen werden, das kam eigentlich erst später”, erläutert Elham die damalige Situation.
 

Machen Sie sich Sorgen für die Zukunft Ihres Kindes? 

 “Ich versuche mir nicht zu viele Gedanken darüber zu machen. Diese kommen zwar, doch ich versuche im Hier und Jetzt mit ihr zu arbeiten und für sie da zu sein. Über die Zukunft denke ich nicht zu viel nach, denn ich hoffe, dass sie möglichst selbstständig wird. Wir versuchen im Jetzt zu leben.” 

Wie ging es nach der Diagnose weiter? 

„Die Diagnose war ja eigentlich von Geburt an klar und wurde auch immer klarer. Dadurch dass wir auch so lange im Krankenhaus waren, waren wir direkt am SPZ angebunden und sind es immer noch. Dort werden werden wir therapeutisch begleitet und hinsichtlich der Hilfsmittel beraten. Auch alle notwendigen Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie werden von dort in die Wege geleitet.“  

Beschreiben Sie die motorischen Fähigkeiten Ihres Kindes und wie sich Ihr Kind entwickelt hat. 

 „Die motorische Entwicklung von Aliza war vom Säulingsalter an verzögert. Wie gesagt, erst mit zwei Jahren konnte sie robben und das blieb so bis sie vier war. Sie ging dann in den Kindergarten, damals hat sie an angefangen sich hochzuziehen, jetzt krabbelt sie auf allen Vieren, im Vergleich zu früher super, denn da konnte sie ja nur robben“, erläutert Alias Mutter nachdenklich. 

„Die motorischen Fähigkeiten von Aliza steigern sich ganz langsam, in kleinen Schritten, aber immer kontinuierlich. Wir arbeiten stetig daran, dass sie vorankommt. Beim Essen funktioniert es ganz eigenständig noch nicht, doch sie ist total motiviert das alleine zu schaffen. Nudeln kann sie schon sehr gut alleine essen oder einen Pudding. Bei allem anderen braucht sie noch Hilfe von mir“, erzählt Elham und lacht. 

Was sind die größten Herausforderungen für Aliza im Alltag? 

 „Die größten Herausforderungen ergeben sich durch ihre eingeschränkten, motorischen Fähigkeiten. Sie kann nicht so, wie sie gerne möchte. Vor allem mit ihren gesunden Geschwistern würde sie ganz gerne rumtoben und laufen oder auch mal irgendwo hochklettern. Vor allem auf dem Spielplatz merkt man total, dass sie eigentlich viel mehr möchte als sie kann.“ 

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Was ist das Ziel der Physiotherapie? 

„In der Physiotherapie geht es vor allem um den Muskelaufbau, vor allem der Beine und des Rumpfbereichs, so dass Aliza eine physiologisch gute Haltung bekommt und auch ihr Eigengewicht halten kann.“ 

Welche Hilfsmittel hat Aliza vor dem Xplore benutzt und welche hat es noch? 

Elham erzählt uns, dass sie anfangs den NF-Walker als Hilfsmittel hatten. Dieser war sehr gut für Aliza, denn mit dem NF-Walker hat sie gelernt Schritte zu machen und sich auch selbst zu halten. Außerdem haben sie auch noch einen Rollstuhl und ein Fahrrad. 

Was finden Sie am Hilfsmittel Xplore gut? 

„Am Anfang hatten wir ja den NF-Walker als Gehtrainer für Aliza. Im NF-Walker waren ihre Füße fester fixiert. Dies war zum Lernen sehr gut. Auch, um sich zu spüren, zu stehen, zu laufen und zu lenken war den NF-Walker gut für Aliza. Schon im Kindergartenalter haben wir hier mit dem Training begonnen. Den NF-Walker haben wir dann auch in die Schule mitgenommen. Jetzt sind ihre motorischen Fähigkeiten deutlich besser geworden, daher benötigen wir etwas das schneller geht, so dass Aliza schneller lenken und laufen kann. Dafür haben wir nun den Xplore. Aliza macht jetzt schon kleine und gute Fortschritte damit. 

Für mich ist besonders gut, dass ich Aliza schnell in das Gerät heben und fixieren kann und sie dann auch sofort loslegen kann. Für mich ist wichtig, dass alles sehr rasch geht, da ja auch noch ihr Bruder und die anderen beiden Geschwister da sind.“  

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Welchen Nutzen versprechen Sie sich von der Verwendung des Xplore für Aliza? 

Hierzu hat Elham eine klare Meinung: „Für mich ist ein Hilfsmittel immer so gut, wie es im Alltag eingesetzt werden kann. Beim Xplore merkte ich sofort, dass wir ihn schnell und gut nutzen können. Super ist das einfache Handling für mich, aber auch, dass Aliza ihn gut bedienen kann und dass wir beide im Alltag damit gut vorankommen.“  

Wann hat Ihr Kind mit dem Gerät angefangen? 

 „Eine Zeitlang hatte Aliza ein Gerät zum Testen. Seit Mitte November hat sie nun ihren eigenen Xplore und mit diesem arbeiten wir zuhause und in der Schule,“ erläutert Alizas Mutter. 

Wie verwendet Ihr Kind das Gerät im Alltag? 

„Wir machen das situationsabhängig. Wir wohnen in einer ruhigen Einbahnstraße und einer Spielstraße. Wenn die anderen Kinder dann mit ihren Bobby Cars und Fahrrädern draußen spielen, will Aliza meist auf ihren Xplore. Das zeigt sie dann auch. Dann setzte ich sie hinein, schnalle sie an und los geht es“, lacht sie. 

Was macht Ihr Kind am liebsten, wenn es das Hilfsmittel Xplore benutzt?

„Aliza läuft sehr gerne, doch dabei ist sie auch sehr stark eingeschränkt. Im Xplore läuft sie nun sehr gut. Egal ob in der Schule oder zuhause, sie kann selbst entscheiden wohin sie laufen will und mit wem. Das bereitet ihr große Freude. Da lacht Aliza und strahlt. Sie zieht mit den Kindern los, bleibt auch mal stehen und entscheidet selbst, wann es wieder weitergeht und in welche Richtung. Super ist dabei, dass sie mit den anderen Kindern auf gleicher Augenhöhe ist. Ansonsten müsste sie immer hochschauen oder hinterherschauen. So steht sie oder läuft mit den Kindern mit. Das macht Aliza total fröhlich“, erzählt uns ihre Mutter glücklich.   

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Welche Erfahrungen hat Aliza mit dem Gerät gemacht?  

 „Aliza ist ein ziemlich aktiver, motorisch überaktiver Mensch. Und der Xplore stoppt sie ein wenig in ihrer Überaktivität, so dass sie lernen muss, still zu stehen, schöne Schritte zu machen, die Schritte gezielt zu setzen. Sie muss lernen gerade zu laufen und nicht zu hibbelig und ungenau zu sein. Damit Aliza gut mit dem Xplore zurechtkommen kann, muss sie sich bewusst auf ihre Bewegungen konzentrieren. Der Xplore zeigt ihr eine gerade Linie und unterstützt sie dabei. Mit ihm lernt sie ruhig und gelassen mit ihrem Körper zu laufen“, stellt Alizas Mutter die Vorteile des Hilfsmittels heraus. 

Welches sind ihre Lieblingsgeräte und warum? 

„Ich kann ganz klar sagen, Aliza erfreut sich an den Hilfsmitteln am meisten, mit denen sie laufen kann. Daher ist ihr Lieblingsgerät gerade der Xplore. Diesen sucht sie sich auch bewusst aus, wenn sie laufen möchte.“ 

Was erwarten Sie für die Zukunft Ihres Kindes? 

„Für die Zukunft von Aliza erwarte ich langfristig immer mehr Selbstständigkeit, gerade was das Laufen anbetrifft. Denn ich merke, dass das eine Sache für Aliza ist, die ihr total viel Freude bereitet. Einfach zu entscheiden, wohin sie laufen möchte, bedeutet schon Selbstständigkeit. Da spüre ich, dass Aliza auch noch viel mehr machen will und kann. Daher wünsche ich ihr für ihre Zukunft, dass es mit dem Laufen irgendwann mal klappt“, schließt Alizas Mutter unser Gespräch ab. 

 

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Trine Roald - Public Relations – Head of Marketing

Trine Roald - Public Relations – Head of Marketing

Trine Roald verfügt über mehr als 20 Jahre internationale Erfahrung in verschiedenen Branchen, von denen ihr aber noch keine so am Herzen gelegen hat, wie ihre Arbeit bei Made for Movement. Hier kann sie für diejenigen etwas bewegen, die es am meisten brauchen. Deshalb setzt sie sich als Head of Marketing bei Made for Movement mit Leidenschaft dafür ein, andere mit Stories und Know-How darüber zu informieren, wie die Lebensqualität von Menschen mit schweren Behinderungen verbessert werden kann.