Körperliche Aktivität und Training ist für Erwachsene nach einem erlittenen Schlaganfall lebensnotwendig. In Zeiten der Corona-Pandemie kann der Innowalk von Made for Movement Apoplex-Patienten, die vorübergehend nicht ihre stationären oder ambulanten Behandlungseinrichtungen aufsuchen können, auch in Heim-Quarantäne helfen, ihre Bewegungstherapie beizubehalten.

Ebenso entscheidend wie die Erstversorgung nach einem Schlaganfall, ist der frühzeitige Beginn der Rehabilitation. Denn nur so lassen sich Fähigkeiten wieder neu erlernen, die manche Menschen nach dem Apoplex verloren haben.

Konkret bedeutet das: Je eher Schlaganfallpatienten mit ihrer Bewegungstherapie beginnen, desto größer sind ihre Erfolgschancen. Gleichzeitig helfen ihnen Physiotherapie und Ergotherapie dabei, ihre Selbstständigkeit im Alltag nach und nach wieder zu gewinnen.

Doch warum ist körperliche Bewegung für Patienten mit Lähmungen so wichtig? Das lässt sich leicht erklären: Durch eine geeignete Bewegungstherapie soll einerseits eine Rückbildung der körperlichen Funktionseinschränkungen wie beispielsweise Lähmungen und Sensibilitätsstörungen erzielt werden. Andererseits kann das Training auch das Risiko weiterer Erkrankungen verringern. Schließlich steht eine gute körperliche Verfassung auch für Lebensqualität. Denn wer fit ist, fühlt sich wohl und ist besserer Stimmung.

Muskelkraft, Ausdauer und Gelenkbeweglichkeit

Grundsätzlich setzt die Bewegungstherapie in den folgenden drei Bereichen an: der Muskelkraft, der Ausdauer und der Gelenkbeweglichkeit. Gezieltes Krafttraining trägt dazu bei, die Muskulatur aufzubauen. Dadurch wird eine wichtige Basis für die aktive Bewegung geschaffen, wie zum Beispiel das Laufen.

Darüber hinaus ist die Gelenkbeweglichkeit eine wichtige Komponente bei der Bewegungstherapie von Patienten mit Lähmungen, ebenso wie die Ausdauer, also die Fähigkeit von Herz und Lunge, Sauerstoff aufzunehmen und in alle Teile des Körpers zu transportieren. Diese Fähigkeit hat Einfluss darauf, wie lange man eine körperliche Aktivität bewerkstelligen kann.

Innowalk: Motorisierter Steh- und Gehtrainer

Auch Schlaganfallpatienten, die nur noch wenig Kraft besitzen, sollten regelmäßige Übungen machen. Für sie ist der Steh- und Bewegungstrainer Innowalk ein unterstützendes Hilfsmittel. Denn das Gerät bietet genügend Halt, um auch Menschen mit schweren Einschränkungen mehr Bewegung im Alltag zu ermöglichen. Um ein sicheres Training zu gewährleisten, verfügt der Innowalk außerdem über eine elektronische Liftfunktion und eine Spasmen-Kontrolle.

Im Detail funktioniert der Innowalk folgendermaßen: Durch die passiv eingeleitete Bewegung in aufrechter Position wird eine reaktive Ausgleichsbewegung des Patienten erzielt. Dadurch bietet das Gerät eine angepasste körperliche Aktivität, die für ein ganzheitliches Wohlbefinden sorgen kann.

Die unterstützten, geführten, korrigierten und wiederholten Bewegungen in aufrechter Haltung mit Gewichtsübernahme stimulieren zudem den ganzen Körper und reduzieren das Risiko für weitere Erkrankungen.

Wirksamkeit des assistierten Gehens bei Schlaganfallpatienten

Die positive Wirkung des assistierten Gehens bei Patienten mit Lähmungen nach einem Schlaganfall beweisen auch zahlreiche Studien, die in referierten Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind. Aber auch eine aktuelle Case Study von Made vor Movement verdeutlicht die Wirksamkeit des Innowalk.

Die Fallstudie handelt von der Norwegerin Wenche Løseth, die mit 39 Jahren ohne jede Vorwarnung einen akuten Hirnschlag erlitten hat. Nach dem Vorfall war ihr Körper gelähmt, ihr Gehirn funktionierte allerdings wie immer. Sie konnte also alles sehen, hören und verstehen, was um sie herum geschah. Man spricht in Wenches Fall vom Locked-in-Syndrom, einer seltenen neurologischen Erkrankung, bei der Personen quasi im eigenen Körper eingeschlossen sind.

Fast 19 Jahre nach der Diagnose hat die Mutter von drei Kindern nahezu die gesamte Kontrolle über ihr Leben zurückgewonnen und ist nun in der Lage, ein unabhängiges Leben in ihrem eigenen Haus zu führen. Bis dahin war es allerdings ein steiniger Weg.

Nur mit harter Arbeit, eisernem Willen und einem gesunden Optimismus ist Wenche ihrem Ziel, ein erfüllendes Leben mit ihrer Familie zu führen, näher gekommen, als man es sich hätte vorstellen können. Ihre Erfolge sind enorm: Sie kann heute wieder eine Hand bewegen, hat ihre Stimme wieder (wenn auch anders als früher) und sie kann essen. Darüber hinaus ist Wenche mit Unterstützung und Hilfsmitteln sogar in der Lage, ein wenig zu stehen und zu gehen.

18.000 Stunden hartes körperliches Training

Dafür gleicht ihr Trainingsplan dem eines Spitzensportlers. Gemäß ihrer eigenen Berechnungen blickt Wenche auf 18.000 Stunden hartes Training zurück ‒ und zwar ohne Rollstuhl. Bis heute muss die dreifache Mutter jeden Tag ihre maximale Pulsfrequenz erreichen, um sich die Funktionen zu erhalten, für die sie so hart gekämpft hat.

Um weitere Fortschritte zu erzielen, trainiert Wenche jeden Tag mit ihrem Innowalk, mit dem sie auch schon zuvor hervorragende Ergebnisse erzielt hat. Ihrer Meinung nach hilft es bei Spastizität, sich aufzurichten und sich bewegen zu können. Mit Erfolg: Die Spastizität nimmt ab und die Muskeln entspannen sich – was sich wiederum positiv auf wichtige Körperfunktionen auswirkt.

Eine aufrechte Haltung einnehmen zu können, führt bei Wenche außerdem zu mehr Unabhängigkeit im Alltag. Das Atmen fällt ihr leichter, ihre Stimme ist besser und auch das Herunterschlucken von Nahrung ist nicht mehr so mühselig. All das hat sich zudem positiv auf ihren Appetit und ihren Schlaf ausgewirkt, wodurch die heute 58-Jährige zweifellos mehr Energie hat und demnach auch besser arbeiten kann.

Innowalk@Home – Bewegungstherapie für Schlaganfallpatienten in Heim-Quarantäne

Auch vielen anderen Schlaganfallpatienten mit Lähmungen hilft der motorisierte Steh- und Gehtrainer Innowalk dabei, sicher und angenehm stehen und sich bewegen zu können. Viele Betroffene sind auf diesen Bewegungstrainer sogar auf Dauer angewiesen, um ihre Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten.

Damit Patienten das Training mit dem Innowalk auch in Zeiten der Coronavirus-Pandemie, in denen therapeutische Einrichtungen vorübergehend geschlossen werden müssen, ohne Unterbrechung fortführen können, bietet Made for Movement die Möglichkeit, sich das innovative Hilfsmittel der Klasse I direkt in die eigenen vier Wände bringen zu lassen.

Vorab besprechen wir gerne mit Ihnen zusammen die für Sie beste Möglichkeit zur Heimnutzung des Innowalk. Dabei evaluieren wir gemeinsam beispielsweise, ob Sie den Innowalk für den Einsatz bei Ihnen zuhause kaufen oder mieten möchten und welchen Anteil der entstehenden Kosten Ihre gesetzliche oder private Krankenkasse übernimmt.

Der für Ihre Behinderung maßgeschneidert konfigurierte Innowalk

Den Innowalk bekommen Sie von unseren kompetenten und therapeutisch geschulten Mitarbeitern direkt und unkompliziert zu Ihnen nach Hause geliefert. Danach wird das hochwertige Gerät von unseren Experten exakt auf Ihre persönlichen Bedürfnisse eingestellt. Selbstverständlich werden Sie abschließend auch noch mit einem individuell auf Sie und Ihre Behinderung abgestimmten Einführungstraining in die Funktionen und Möglichkeiten des Innowalk eingeführt.

Nach einem Schlaganfall Zuhause trainieren

Für diesen sehr besonderen und für Betroffene in Heim-Quarantäne in aller Regel lebenswichtigen Service kontaktieren Sie uns bitte hier.

Jens Kleine - Physiotherapeut - Product Specialist

Jens Kleine - Physiotherapeut - Product Specialist

Jens Kleine ist Physiotherapeut und verfügt über langjährige Vertriebserfahrung in verschiedenen europäischen Märkten für orthopädische Hilfsmittel. Besonders wichtig sind ihm die Bedürfnisse der Benutzer, und er setzt sich mit großem Engagement dafür ein, innovative Lösungen zu finden. Als Product Manager bei Made for Movement arbeitet Jens Büdenbender eng mit externen medizinischen Fachkräften, dem Vertriebsteam und unserem Team für Forschung und Entwicklung zusammen - immer auf der Suche nach Lösungen, die den Menschen Bewegung ermöglichen, die sie am meisten brauchen.