Samuel Koch: Durch das Innowalk-Training bin ich entspannter und habe weniger Schmerzen.

Seit mehr als 2 Jahren trainiert Samuel Koch mit dem Ganzkörper-Bewegungstrainer Innowalk. Wichtige Erfolgsfaktoren sind für ihn dabei, dass er sich damit super auspowern und fit halten kann. Sein Muskeltonus wird somit deutlich reduziert, dies wirkt sich sowohl physisch als auch psychisch positiv für ihn aus und vor allem ist er sehr glücklich, dass er damit seine Knochendichte verbessern konnte.

Samuel-Koch-Innowalk

Samuel und ich kennen uns schon einige Jahre. Daher habe ich mich auf den Interviewtermin besonders gefreut. Denn ich war sehr gespannt zu erfahren, wie es ihm mit dem Training im Ganzkörper-Bewegungstrainer Innowalk inzwischen ergangen ist und welche Auswirkungen das Training auf ihn und seinen Körper hat. Daher wollte ich direkt wissen, wie es ihm geht.

Er ist umgezogen – bereits vor zwei Jahren – und lebt nun in Mannheim. Dort hat er ein Engagement am Theater. „Obwohl der Umzug viele Veränderungen mit sich gebracht hat, kann ich sagen, wenn ich klage, dann auf sehr, sehr hohem Niveau. Insbesondere, was meine Mobilität und Gesundheit anbelangen und da habe ich doch so einige Ansprüche“, berichtet mir Samuel entspannt.

Er hat ein paar Dauerthemen, erzählt er weiter, die ich auch kenne, wie seine Halswirbelsäule sowie die Lunge, da er keine funktionierende Atemmuskulatur mehr hat. Daher hat er ergänzend zum Ganzkörper-Bewegungstraining im Innowalk auch einen Physiotherapeuten gesucht. Dabei hat er viel ausprobiert, bis er nun einen passenden Therapeuten für seine speziellen Bedürfnisse gefunden hat.

Häufig hat er ein 30-Minuten-Training auf dem Innowalk einer Fahrt zur Physiotherapie vorgezogen, da die Fahrtzeit von einer dreiviertel Stunde einfach sehr lange war. „Inzwischen habe ich eine gute Kombination aus Innowalk-Training in Begleitung mit Physiotherapie gefunden und bin sehr zufrieden damit, auch da Maschinen Menschen nicht ganz ersetzen können“, schmunzelt er.

Samuel, wie häufig trainierst Du auf dem Ganzkörper-Bewegungstrainer Innowalk?

„Jeden Tag – sofern es die Zeit erlaubt“, berichtet Samuel Koch. „Ich bemerke direkt, wenn ich nicht auf dem Innowalk war. Ich bin dann nicht so geschmeidig und viel verkrampfter. Es spielt einfach so viel zusammen, bin ich verkrampft, dann sitze ich nicht gerade, das wirkt sich auf die Hüfte aus, denn ich habe keine gerade Aufrichtung in der Lendenwirbelsäule. Dies führt wieder zu Schmerzen im Nacken und den Schultern und mündet schließlich in schlechten Schlaf. Daher ist es viel, viel besser, wenn ich meinen Körper durchbewegt habe.“

Wie oft nutzt du den Innowalk in der Woche und wie lange im Durchschnitt?

Abhängig von seinem Pensum mit Proben am Theater, die oft bis abends 22 Uhr gehen, muss Samuel sein Training auf die eine Stunde in der Mittagspause beschränken. „Das ist aber das Minimum,“ sagt er.

Er nutzt den Innowalk auf zwei Arten: Entweder passiv, dann nimmt er nebenher zum Beispiel an einer Univorlesung teil, führt ein Interview – wie gerade eben – schreibt an einen Artikel oder einem Buch. Manchmal stellt er sich auch in den Innowalk, wenn vertraute Freunde kommen. Das findet er besser, als noch mehr zu sitzen. So können an einem Tag dann auch mal vier, fünf Stunden zusammenkommen. Oder Samuel nutzt das Gerät aktiv und absolviert im Stehtrainer ein ganzheitliches Ausdauertraining.

Ob er schon mal Probleme durch zu viele oder zu lange Trainings bekommen hat, interessiert mich. Manchmal, wenn er nicht gut aufpasst und es übertreibt, dann ist es schon vorgekommen, dass er Druckstellen an den Knien bekommen hat. Doch auch das hat er nun im Griff. Er prüft einfach zwischendurch, ob alles in Ordnung ist. „Ich habe daraus gelernt, da mein Körper nicht so viel Sensorik aufweist, muss ich einfach nachschauen. Alles andere ist doch leichtsinnig“, meint er.

Was ist Dein größter Erfolg mit dem Innowalk Training?

„Ich war zur Knochendichtemessung. Der Arzt – und auch ich – wir haben uns sehr gefreut, denn die Bilder und Ergebnisse haben gezeigt, dass sich meine Knochendichte seit der Messung vor einem Jahr verbessert hat“, erzählt mir Samuel begeistert. „Das ist ein großer Erfolg für mich. Aber auch generell ist es ein Erfolg für mich, denn ich tue etwas, was mit fit hält. Es ist eine Mischung aus Wohlbefinden und Erfolg. Wenn ich abends lange laufe, dann bin ich ausgepowert und erschöpft, doch auch entspannt und geschmeidig und kann gut schlafen. Ohne Training habe ich einen hohen Muskeltonus und bin zitterig. Dazu kommt noch die psychologische Komponente: Ich fühle mich schlecht, wenn ich ein, zwei Tage nichts gemacht habe, aber das ist auch eine Temperamentfrage. Denn ich kann kaum guten Gewissens ins Bett gehen, wenn ich nichts für meinen Körper gemacht habe. Das ganzheitliche Bewegungstraining im Innowalk ist auch mein Herz-Kreislauf-Training.“

Samuel Koch kommt zum Schluss, dass ein Physiotherapeut sehr lange arbeiten müsste, um denselben Effekt zu erzielen, wie ein Training im Innowalk. Dazu kommt noch, dass dieser auch immer bereitstehen müsste. Mit dem Innowalk ist er frei und unabhängig und kann selbst entscheiden, wann er Zeit für ein Training hat.

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Ist das Ganzkörper-Bewegungstraining im Innowalk Dein Sport?

Samuel hat aufgrund seiner Vergangenheit einen hohen Anspruch an den Begriff Sport. Daher zögert er mit der Antwort.

„Doch, ja, das ist mein Sport, es ist das Sportlichste, was ich in meinem Zustand machen kann“, stimmt er schließlich zu. Auch seine Tätigkeit am Theater ist sehr anstrengend und belastend, die vielen Proben verlangen dem Körper einiges an Aktivität ab.

Denn sein Beruf ist ein Beruf mit Stimme, Geist und Körper. Physische und psychische Belastbarkeit sind gefordert. Daher ist es für Samuel wichtig, hier nicht verkrampft zu sein. „Ich sehe es als meine Pflicht, mich für meinen Beruf fit zu halten, nur dann kann ich mich auch auf der Bühne wohlfühlen“, ist seine Ansicht.

Welche Erwartungen hattest Du direkt nach dem Unfall?

 Der Unfall ist inzwischen lange her. Wie haben sich Deine Erwartungen an die funktionelle Verbesserung mit der Zeit verändert? Du bist ja sicher mit anderen Wünschen oder Hoffnungen zu Anfang gestartet – wie ist es jetzt, frage ich Samuel.

„Das ist eine schwierige Frage“, meint er, „tatsächlich hat es sich zwangsläufig verändert. Ich glaube, wenn man mir vor 10 Jahren gesagt hätte, dass ich in 10 Jahren immer noch im Rollstuhl sitze und auf Hilfe angewiesen, unselbstständig und abhängig bin, wäre ich wohl sofort davongelaufen. Ich hatte natürlich extreme Erwartungen, gerade in der Akut-Phase auf der Intensiv-Station. Hier wurde mir gesagt, dass ein hartes Training ansteht, und wenn ich durchhalte, dann geht es aufwärts.“ Ein extremes Trainingslager war für den Sport- und Bewegungsfanatiker Samuel früher die schönste Zeit, gerade nach der Sommerpause mit weniger Trainingseinheiten. Wenn es dann für eine Woche ins Trainingslager ging, mit drei 3-stündigen Trainingseinheiten am Tag, dann freute er sich, seinen Körper wieder top fit machen zu können.

„Doch dann hat es sich sukzessive eingeschlichen, erst wurde ich auf die ersten drei Monate vertröstet, dann auf ein halbes Jahr. Dann wurde mir erklärt, dass in den ersten zwei Jahren noch etwas zurückkommen könnte. Da musste ich dann zwangsläufig die Erwartungen herunterschrauben. Dies war ein sehr frustrierender Prozess, der zum Teil auch noch gar nicht abgeschlossen ist“, erklärt er mir gedankenvoll.

„Dennoch bin ich auf dem Standpunkt, dass ich mit dem Ist-Zustand zufrieden bin, ich mich aber nicht zufriedengebe. Und hier kommt ein weiterer Aspekt des Innowalk zu Vorschein, denn mit ihm halte ich meinen Körper für den Fall der Fälle fit. Sollte meine eigene gesundheitliche Entwicklung oder die Rückenmarksforschung, die noch sehr jung ist, neue Fortschritte aufweisen, dann will ich bereit sein.“

Daher ist es für ihn auch ein Balanceakt zwischen am Leben teilhaben und trotzdem Zeit in eine Art Rehabilitation zu investieren. Dies ist auch im Alltag oft ein Konflikt. Doch er ist das gewohnt, erzählt er mir, schon als Jugendlicher gingen die anderen feiern und er ging ins Training.

In welcher Reha-Phase hättest Du den Innowalk schon einsetzen wollen?

„Ich war direkt nach dem Unfall ein Jahr zur Reha in einer guten, renommierten Klinik in der Schweiz. Doch dort wurde ich nicht einmal auf die Beine gestellt, auch wenn ich oft danach gefragt habe. Sicher war das damals richtig, denn man musste sich erst einmal um die lebenserhaltenden Maßnahmen kümmern, denn ich schwebte immer wieder in Lebensgefahr. Ich lag in einer Art Schraubstock im Bett. Danach musste ich erst wieder sitzen lernen. Dennoch, ich hatte immer viel Vertrauen in die Ärzte.

Nach der Reha, zurück in Deutschland, war ich bei einem befreundeten Paar, die beide Physiotherapeuten sind. Sie waren sehr erstaunt, dass ich in all der Zeit nicht einmal auf den Füßen war. Sie haben mich dann direkt, an Ort und Stelle, in ihrem Wohnzimmer aufgestellt.

Somit, um zurück auf Deine Frage zu kommen, ja an dieser Stelle hätte ich den Innowalk als Ganzkörper-Bewegungstrainer schon brauchen können. Denn der menschliche Körper ist ja für das Gehen gemacht. Es ist gut für die Gelenke und die inneren Organe. Daher ist es logisch, dass man den Körper aufrichten sollte. Doch ich wusste damals nicht, dass es diese Möglichkeit gab.“ 

Was beschreibt Dich als Person oder wie würden Dich Deine Freunde und Familie beschreiben?

Samuel lacht. Zu dieser Frage hat er zwei Ansichten: „Ich sage bescheiden, sittsam, ernst zu nehmen, seriös und vernünftig. Fragt man jedoch meine Familie und Freunde, werden diese sagen: eher albern, nah an der Sonne gebaut und werden weniger erwähnen, dass ich sittsam bin. Auf den Punkt gebracht, sage ich daher: ich bin abenteuerlustig und habe eine gesunde Neugier.“

Diese Neugier zeigt Samuel immer wieder aufs Neue. Er möchte Dinge erleben und erfahren, was noch geht. Dass dies nicht nur fromme Sprüche sind, zeigt er immer wieder ganz deutlich mit seinen vielen Projekten. Schauspielausbildung, Safari in Afrika, ein Road Trip durch die USA, diverse Buchprojekte, aktuell hat er auch noch ein Studium der Geisteswissenschaften aufgenommen – es scheint, dass seine Tage mehr als 24 Stunden haben. Dabei ist auch er immer wieder selbst überrascht, was alles tatsächlich noch geht.

Auf der Bühne fühlt er sich wohl. Er hat Erfolg und ist trotz oder gerade wegen seiner Behinderung ein „tragendes System geworden“, wie er sich ausdrückt. Am Theater ist mehr möglich als im Film und daher will er auch weiterhin gerne auf der Bühne sein. Am Theater in Mannheim probt er zweimal vier Stunden täglich. Für fast jeden von uns schon ein anstrengender und ausgefüllter Tag, doch Samuel sagt von sich selbst, wenn er die Wahl hat zwischen innehalten und Pause machen oder noch etwas reinquetschen, wie zum Beispiel ein Herz-Kreislauf-Training auf dem Innowalk, dann wird er sich für letzteres entscheiden. „Ich habe ein gut ausgebautes System den inneren Schweinehund zu überwinden.“

Bleibt da noch Zeit für Hobbies?

Für Samuel Koch lassen sich Beruf und Privates kaum trennen. Viele seiner Leidenschaften haben sich in Berufsvariationen gewandelt. Er kann sich für sehr viel begeistern und will es dann auch umsetzen.

Ob jetzt gerade im Theater oder auch beim Schreiben als Autor, er will immer nah an den Menschen sein. Zum Beispiel hat er für sein Buch zum Thema Resilienz ,Steh auf, Mensch’, gerne verschiedene Leute befragt und ist auch viel gereist. Wie seine Reise durch die USA, die auch als Film festgehalten wurde. Oder er hat Uganda bereist, mit Klebeband an einem Motorrad befestigt. „Näher kann man kaum dran sein“, meint er.

„Ich bin gerne unter Menschen und mit Menschen zusammen, ich mache auch gerne viel Quatsch, will aber dabei die Ernsthaftigkeit des Lebens nicht außer Acht lassen“, erzählt Samuel nachdenklich.

Gerade auch die Kinder in Uganda leiden extrem, daher ist es aus seiner Sicht wichtig, ihnen früh zu sagen, dass sie als Mensch wertvoll sind, „egal, ob arm dran oder Arm ab“.

Diese Anschauung hat auch zum aktuellen Kinderbuch-Projekt beigetragen, das er zusammen mit seiner Frau Sarah umgesetzt hat. Mit dem Buch möchten sie Menschen zum Lachen bringen und zum Nachdenken anregen. Auch die Entstehung dieses Buches ist wieder eine schöne Verbindung aus Privatem und Beruf.

Was sind im Alltag Deine größten Herausforderungen?

„Meine größte Herausforderung ist es in der Abhängigkeit zu leben. Früher hätte ich mir das Surfbrett oder Snowboard geschnappt und wäre einfach losfahren. Das war Freiheit.

Doch wenn man ständig Hilfe braucht, da man Arme und Beine nicht bewegen kann, dann macht das hilflos. Auch die Struktur des Alltags und die Organisation ist sehr viel aufwändiger, oft auch zermürbend und Kräfte raubend. Zuweilen, und das ist auch sehr unterschiedlich und stimmungsabhängig, nervt es mich auch schon, wenn etwas hinunterfällt oder kaputt geht und ich es nicht selbst aufheben oder gar reparieren kann.

Alles dauert länger als in einem Fußgänger-Leben. Dann nervt es mich schon mal, wenn Geräte, auf die ich angewiesen bin, nicht funktionieren“, erzählt Samuel.

Welche Ziele oder Träume hast Du für die Zukunft?

„Da gibt es doch einiges“, sagt er. Aktuell stehen Film- und Theater-Projekte an, auch eine Tournee. Es gibt so vieles, das er noch machen will.

Dennoch ist für ihn alles OK wie es ist, er hängt sich nicht an Träume und Ziele, dafür gibt es noch viel zu viel zu entdecken. Auch mit seinem Verein ,Samuel Koch und Freunde e.V.’ konnte er trotz Corona einige schöne Projekte umsetzen. Und mit allem anderen, was er mir schon berichtet hat, ist er mit seinem Ist-Zustand vollkommen glücklich.

„Außerdem bin ich damit ein guter Freund, Bruder, Sohn und Ehemann zu sein, schon mehr als ausglastet“, lacht er abschließend.

Körperliche Aktivität hat viele positive Effekte

Jens Kleine - Physiotherapeut - Product Specialist

Jens Kleine - Physiotherapeut - Product Specialist

Jens Kleine ist Physiotherapeut und verfügt über langjährige Vertriebserfahrung in verschiedenen europäischen Märkten für orthopädische Hilfsmittel. Besonders wichtig sind ihm die Bedürfnisse der Benutzer, und er setzt sich mit großem Engagement dafür ein, innovative Lösungen zu finden. Als Product Manager bei Made for Movement arbeitet Jens Büdenbender eng mit externen medizinischen Fachkräften, dem Vertriebsteam und unserem Team für Forschung und Entwicklung zusammen - immer auf der Suche nach Lösungen, die den Menschen Bewegung ermöglichen, die sie am meisten brauchen.