Seit Daniel Reiser, Physiotherapeut, das Laufband als Therapiegerät bei Gang- und Gleichgewichtsstörungen in seiner Praxis einsetzt, hat er viel gewonnen – nämlich zufriedenere PatientInnen UND TherapeutInnen. Warum das so ist, hat er uns erzählt.

Die Gemeinschaftspraxis für Physiotherapie Reiser im bayrischen Mainburg behandelt als eine der größten Praxen im ländlichen Umkreis sowohl neurologische als auch orthopädische PatientInnen, auch im pädiatrischen Bereich. Insgesamt 24 MitarbeiterInnen bieten ein umfassendes Therapiespektrum. Zu den Fachgebieten zählen: Orthopädie, Chirurgie, Neurologie, Atemtherapie und Pädiatrie. 

„In unsere Praxis kommen Patienten aller Stadien der Rehabilitation. Vom frisch operierten Patienten, der nicht in eine stationäre Reha möchte bis hin zu den Langzeitpatienten mit chronischen Schmerzen, neurologischen Erkrankungen und BG-Unfällen“, so Daniel Reiser. 

Durch diese sehr individuellen Ausgangssituationen der PatientInnen sind die Herausforderungen hoch: Ein sicherer Halt der PatientInnen und Prävention vor Stürzen ist essenziell notwendige gewichtsverlagernde Übungen mit, Gang- und Schwungbeinphasen oder koordinative Elemente werden gleichzeitig aber fast unmöglich. Zudem steigt die körperliche Belastung der TherapeutInnen.

Die PatientInnen müssen sich daher häufig mit wenig abwechslungsreichen Trainings zufriedengeben. Kleinere Behandlungserfolge sind nicht messbar, und die Motivation sinkt. 

Seit die ema – das intelligente und ultrakompakte Laufband – in der Praxis ist, hat sich vieles verändert.  

EMA sitting_low

Aktuell wird es hauptsächlich von den neurologischen PatientInnen genutzt: Multiple Sklerose, Hemiplegie, Inkompletter Querschnitt, periphere Paresen. Im pädiatrischen Bereich sind das Kinder mit ICP, Hemiplegie, Plexus brachialis Paresen, zentralen Koordinationsstörungen, motorischen Entwicklungsverzögerungen und, zur Auflockerung der Therapie, ab und an auch PatientInnenen mit Mukoviszidose. 

Daniel Reiser berichtet: Vor allem Kinder und schwer neurologisch betroffene Patienten sind begeistert, dass sie mit ihrer Gewichtsverlagerung etwas bewirken können. 

Die Sicherheitsgurte verschaffen den PatientInnen, aber auch den TherapeutInnen bessere Bedingungen und Mut, sich ganz auf die Therapie mit unterschiedlichen Übungen zu konzentrieren. Das leichte Handling der ema motiviert außerdem zum Gebrauch.  

Erfolge werden schnell sichtbar, die sich dann auch noch mithilfe der ezyGain App dokumentieren lassen.  

Ein Beispiel aus der Praxis: 

Eine junge Frau mit der Diagnose Multiple Sklerose. Sie ist gehfähig am Rollator. Jedoch ist ihr Gleichgewicht stark gestört und sie leidet unter der bestehenden Sturztendenz. Die Patientin hat Angst in Situationen zu geraten bei denen sie nicht auf ihren Rollator zurückgreifen kann und meidet diese. Nach der dritten Einheit auf der Ema fühlt sie sich bereits sicherer und berichtet, dass sie sich in ihrem häuslichen Umfeld ohne starke Unterstützung und ohne ihren Rollator bewegen kann. Das Balancetraining war zu Beginn für sie eine echte Herausforderung. Nach drei Einheiten konnten wir von Stufe 3 direkt zur Stufe 5 wechseln. Die Patientin ist motiviert und stolz in Anbetracht ihres Erfolgs.   

PatientInnen mit Lähmungen, die ihr eigenes Körpergewicht nicht tragen können, machen erste eigene Schritte durch die bis zu 100%-ige Gewichtsentlastung. Es kommt zu einer sehr frühen Spastikhemmung und zu einer zunehmenden Selbstkontrolle der unteren Extremitäten.   

Das Laufband kann jedoch nicht nur für das Geh- und Stehtraining benutzt werden, sondern die PatientInnen können auf einem Pezziball, einem Stuhl im Knie- oder sogar Vierfüßlerstand auf der Lauffläche positioniert werden.  

Hierzu berichtet Daniel Reiser von dem beeindruckenden Beispiel eines 3 1/2jährigen Jungen mit armbetonter Hemiplegie, der seine rechte Hand kaum zum Stützen nutzt, sie überwiegend gefaustet hält und seine rechte obere Extremität ohne starke Hilfe und Impulse nicht einsetzt. Dieser Junge konnte nun spielerisch mithilfe des iPads motiviert werden und sein Balancetraining im Vierfüßlerstand auf der ema erfolgreich absolvieren. Die hemiplegische Hand war während der gesamten Trainingszeit im Stütz geöffnet, und nur leichte Anweisung war nötig, diese in dieser Position zu belassen, um den guten Kontakt zur Sensorikunterlage beizubehalten. 

Grundsätzlich können ein sehr starker Neglect, das Pusher-Syndrom und extreme Gleichgewichtsdefizite mögliche Kontraindikatoren sein. Ebenso PatientInnen, die im Stand mit starken Blutdruckschwankungen reagieren oder die keine aktive Sitz- und Stehfunktion besitzen, müssen sehr behutsam an das Therapiegerät herangeführt werden.  


Daniel Reiser zieht eine sehr positive Bilanz – „Bisher sind alle Patienten begeistert“ und „Die Unterstützung durch die ema und ihrer Hebefunktion ist sehr gut und enorm entlastend für unsere Therapeuten“!

Facts about ema

Die ema ist ein intelligentes und ultrakompaktes Laufband für die Gang- und Gleichgewichtstherapie. 

Sie bietet drei Funktionen kombiniert in einem Gerät, auf einer kompakten Standfläche von nur zwei Quadratmetern:  

  1. Ein motivierendes Gangtraining durch visualisierte und virtuelle Wegstrecken. 
  2. Die Sensorik unter der gesamten Lauffläche, macht das Laufband zu einem Balancetrainer. 
  3. Die ezyGain App bietet Gang- und Bewegungsanalysen in Echtzeit und eine Auswertung im Nachgang.

Das smarte Laufband ermöglicht ein Gangtraining mit einer Bewegungsanalyse in Echtzeit unter bis zu 100%-iger Gewichtsentlastung, sowie ein Balancetraining im Stehen oder sogar im Sitzen. Das motorunterstützte Liftsystem mit den komfortablen Gurten entlastet die Therapeuten*innen, indem die Aufrichtung und das Halten der Patienten*innen geräteseitig erfolgt. Zudem dient dieses System gleichzeitig auch der Sturzsicherung. Die unter der gesamten Lauffläche verbaute Sensorik ermöglicht jederzeit Analysen und Rückmeldungen zur Beurteilung der Patienten*innen über deren Leistung und Therapiefortschritte. Sie ist zudem mobil und kann so auch stationär schon in einer frühen Rehabilitationsphase genutzt werden. 

Software-Grundlage ist die auf einem Tablet installierte ezyGain App, die sich beim Öffnen automatisch per Bluetooth mit dem Laufband verbindet und die funktionelle Gang- und Gleichgewichtstherapie auch visuell darstellt. Die große Auswahl an motivierenden Spielen und Wegstrecken beinhaltet spezifische Übungen für den Alltag, die je nach Krankheitsbild dem Patienten angepasst werden können. Erweitert werden kann das Trainings-Erlebnis durch die Option, das Therapiegerät mit einer Virtual Reality (VR) Brille zu nutzen und so durch komplexe Aufgaben in einem virtuellen Raum die kognitive Stimulation zu verbessern. Auf diese Weise werden nicht nur Patient*innen bei der Erreichung ihrer Ziele, sondern auch die Therapeuten*innen bei ihrer Arbeit motiviert. 

Körperliche Aktivität hat viele positive Effekte

Jens Kleine - Physiotherapeut - Product Specialist

Jens Kleine - Physiotherapeut - Product Specialist

Jens Kleine ist Physiotherapeut und verfügt über langjährige Vertriebserfahrung in verschiedenen europäischen Märkten für orthopädische Hilfsmittel. Besonders wichtig sind ihm die Bedürfnisse der Benutzer, und er setzt sich mit großem Engagement dafür ein, innovative Lösungen zu finden. Als Product Manager bei Made for Movement arbeitet Jens Kleine eng mit externen medizinischen Fachkräften, dem Vertriebsteam und unserem Team für Forschung und Entwicklung zusammen - immer auf der Suche nach Lösungen, die den Menschen Bewegung ermöglichen, die sie am meisten brauchen.