Wenn Sie auf der Suche nach dem richtigen Hilfsmittel für Ihr Kind sind, haben Sie wahrscheinlich viele Fragen. Wir haben die 7 am häufigsten gestellten Fragen über den Hibbot für Sie zusammengestellt, um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen.

1. Für wen ist der Hibbot geeignet?

Von der Nutzung des Hibbot profitieren Kinder, die allein oder mit einer Gehhilfe zum Abstützen gehen lernen können. Das sind zum Beispiel Kinder mit Zerebralparese und GMFCS-Stufe II-III, oder mit anderen neurologischen Erkrankungen und einem Mobilitätsgrad von etwa GMFCS-Stufe II-III. Ein guter Indikator für den Hibbot ist es, wenn ein Kind mit manueller Unterstützung des Beckens stehen und/oder gehen kann. Es dürfen keine Fehlbildungen vorliegen, und es sollte Hinweise darauf geben, dass das Kind zum Stehen und Gehen motiviert ist.

2. In welchem Alter kann man mit dem Hibbot anfangen?

Wir empfehlen, schon im Alter von 11 bis 13 Monaten mit dem Stehen anzufangen. In diesem Alter unternehmen die meisten Kinder erste Stehversuche. Der dynamische Gehtrainer Hibbot empfindet die Hände des Physiotherapeuten nach, die das Becken stützen. Er bietet genau das richtige Maß an Unterstützung, damit das Kind gerade und aufrecht stehen kann. Der Hibbot aktiviert die Streckmuskulatur, fördert eine korrekte Haltung und das Gleichgewichtsgefühl – all dies sind Voraussetzungen für eine optimale und funktionelle Bewegungsfähigkeit. Wenn die Kinder kräftig genug sind, um ohne fremde Hilfe im Hibbot zu stehen, können sie mit dem Gehen anfangen.

Weiterlesen: Erfahrungen einer Physiotherapeutin mit dem neuen Hibbot im Kindergarten.

3. Wie groß und wie schwer sollte ein Kind höchstens sein, um den Hibbot nutzen zu können?

Der Hibbot kann von Kindern mit einer Größe von 80 bis 125 Zentimetern und einem Gewicht von höchstens 30 Kilogramm genutzt werden. Wenn das Kind wächst, müssen nur das Stützsystem und die Räder ausgetauscht werden, die in vier Größen verfügbar sind.

4. Was unterscheidet den Hibbot von einer herkömmlichen Gehhilfe?

Es gibt vier wesentliche Unterschiede: 

  1. Der Hibbot besitzt ein Stützsystem, das die Hände des Therapeuten nachempfindet, der das Becken stützt, damit das Kind beim Stehen oder Gehen nicht umfällt. 
  2. Das Kind muss sich nicht wie bei einer herkömmlichen Gehhilfe abstützen – es kann also freihändig gehen. 
  3. So wird einer gebeugten Haltung vorgebeugt und das Kind dazu angeregt, die Streckmuskeln und den Gleichgewichtssinn zu trainieren. 
  4. Durch kleine Anpassungen am Hibbot lässt sich exakt einstellen, wie viel Unterstützung das Kind bekommt – je nachdem, wie die Motorik sich weiterentwickelt.

5. Was kann ich tun, damit das Training mit dem Hibbot für mein Kind ein motivierendes und positives Erlebnis ist?

Der Hibbot soll bei alltäglichen Aktivitäten zum Einsatz kommen, also zuhause, im Kindergarten oder draußen im Freien. Wir empfehlen Ihnen, das Steh- und Gehtraining für ihr Kind mit funktionalen und altersgerechten Aktivitäten zu verbinden. Sie können zum Beispiel Mittagessen in einer Spielküche kochen oder im Kaufmannsladen einkaufen, einen Wagen schieben oder das Kind auf dem Flur mit anderen Kindern Fußball spielen lassen. Kinder lieben solche Spiele. Bei all diesen Aktivitäten kann das Kind sich auf die Bewegung und das Spielen mit Gleichaltrigen konzentrieren und gleichzeitig das Stehen und Gehen üben. So bekommt das Training für das Kind einen Sinn.

Wir haben für Sie einen Leitfaden für Aktivitäten mit dem Hibbot zusammengestellt.

6. Kann mein Kind mit dem Hibbot umfallen?

Am Hibbot sind zwei lange Stangen befestigt, die Sturzsicherungen. Die Sturzsicherungen werden so eingestellt, dass sie sich etwa 5 bis 10 Zentimeter über dem Boden befinden. Wenn das Kind das Gleichgewicht verliert und nach vorn oder zur Seite kippt, erreichen die Sturzsicherungen den Boden und verhindern, dass das Kind stürzt.

Darüber hinaus verfügt der Hibbot über einen Spurhalteassistenten, der ein- oder ausgeschaltet werden kann, um das Gleichgewicht zu unterstützen. Wenn das Kind sich zu einer Seite lehnt, bewegt der Spurhalteassistent den Hibbot zurück in die Mitte, und das Kind geht weiter geradeaus. Dank der Sturzsicherung und des Spurhalteassistenten kann das Kind mit dem Hibbot sicher an seinem Gleichgewicht arbeiten.

7. Was macht den Hibbot so einzigartig?

Auch wenn der Hibbot auf den ersten Blick recht einfach aussieht, handelt es sich um ein innovatives und intelligentes Gerät, in dem modernste Technologien zum Einsatz kommen. Die größte Herausforderung bei der Entwicklung von Robotern waren immer die Hände. Der Hibbot empfindet alle Bewegungen der Hände nach, die das Kind beim Gehen stützen. Der Hibbot lässt sich intelligent einstellen, damit das Kind immer das richtige Maß an Unterstützung erhält, um sich weiterzuentwickeln. Dies und seine Benutzerfreundlichkeit machen den Hibbot so einzigartig.

Weiterlesen: Wie ist der Hibbot entstanden?

Wenn Sie weitere Fragen zum Hibbot haben, kontaktieren Sie uns gern!

Hibbot

Rikke Damkjær Moen - Physiotherapeutin – Medical Manager

Rikke Damkjær Moen - Physiotherapeutin – Medical Manager

Rikke Damkjær Moen bereichert das Made for Movement Team mit vielen Jahren Erfahrung als klinische Physiotherapeutin. Es ist ihre Mission, dafür zu sorgen, dass auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit erhalten, Freude und Gesundheit durch körperliche Aktivität zu erfahren. Als Medical Manager gibt Rikke Damkjær Moen ihr Wissen über die Lösungen von Made vor Movement gern weiter, damit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, ihre Familien und Behandler die Möglichkeiten kennenlernen.